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Kontraste [Tokio 2]

Dieser zweite Tag (der erste volle) in Tokio stand ganz im Zeichen der Kontraste. Als erstes ging es mit der U-Bahn zum Meiji Jingu Schrein. Aus der topmodernen U-Bahn ging es also in den Park zum Schrein. Nach dem Durchschreiten mehrerer imposanter Holztore erreichten wir den Schrein. Dort, neben der nicht gerade europäischen Architektur, besonders auffällig sind die Shops die man antrifft. Das hat einen relativ einfachen Grund: Die Trennung von Staat und "Kirchen" funktioniert in Japan besser als bei uns. Demnach gibts keine Kirchensteuer und die Tempel kommen über den Verkauf diverser Dinge zu Geld. Aber keine Sorge, die Schreine wirken nicht arm oder heruntergekommen und die verkauften Dinge schauen auch nicht besonders billig aus.
Meiji Jingu

Dieses zweite Bild aus dem Park um den Schrein zeigt gut einen der Kontraste: ein ruhiger Park und daneben die Skyline von Shinyuku. Danach ging es kurz die Shoppingstraße Omote Sandu hinunter um von dort die U-Bahn einmal quer durch die Stadt (oder bessere: das Innere der Stadt) zu nehmen - nach Asakusa. Angekommen gab es erstmal eine Stärkung aus Tintenfischbällchen (also Teig in den ein Stück Tintenfisch gegeben wird - und danach fritiert). Nach diesem kurzen, nicht umwerfendem, aber genießbarem Essen ging es zum Tempel von Asakusa. Hier ist die Straße regelrecht gesäumt von kleinen Geschäften die Diverses verkaufen - von Kitsch bis zu wirklich schönen Gegenständen. Und natürlich noch allerlei zu Essen.

Leider wurde nun der Regen immer stärker - so machten wir uns noch auf den Weg kurz den Imperial Palace anzuschauen (oder was man davon sieht) und am Weg dorthin durch die Shoppingstraßen und Nobelviertel von Ginza zu spazieren.

In den Palast bzw. überhaupt nur in die Nähe darf man nicht. Was man hier am Bild sieht ist schon das Näheste dass man sieht.

Am Abend ging es dann noch ins Viertel von Akihabara. Hier gibt es alles rund ums Thema Manga und Videospiele - ach, japanisch müsste man hier verstehen. Ansonsten bleibt man nur verwundert wenn aus dem Geschäft dass Porno-ähnliche Comics über Schulmädchen verkauft reihenweise Anzugträger kommen. Aber Japaner haben ja angeblich ein entspannteres Verhältnis zur Sexualität. Angeblich weil ihre Religionen ihnen da nichts vorschreiben ...