Die erste komplette Arbeitswoche ist gut vorbei gegangen und der Taifun Nangka hat es sich auch anders überlegt und seine Auswirkungen auf Tokio waren eher gering (aber der nächste rollt eventuell schon an). Leider ist es noch immer nahezu unerträglich heiß und vor allem schwül. Auch um 23:00 abends ...

Nach einem späten Skype-Gespräch Freitag abends hieß es am Samstag ausschlafen und dann zum zweiten Mal in den Ueno Park um das Tokio National Museum zu besuchen. Dieses, nichtmal teure Museum, lohnt sich auf jeden Fall. Es zeigt japanische Kulturschätze aus allen Epochen inkl. viel englischer Erklärung. Darunter findet man zum Beispiel Kimonos, kunstvolle Raumtrenner, diverse Statuen, Samurai-Ausrüstung, uvm. Nach mehr als zwei Stunden im japanischen Teil bin ich noch kurz durch den asiatischen Teil des Museums gegangen - aber irgendwann hat man einfach genug gesehen.
Raumtrenner
Samurai Schwert
Am Sonntag stand dann der erste japanische Roadtrip an. Von Tokio ging es mit dem Auto und drei Kollegen nach Nikko. Teilweise stockender Verkehr auf der Autobahn und ein komplett überlastetes Nikko waren die Schattenseiten des Trips. Trotzdem haben wir uns gut unterhalten und die Staus haben unsere Laune nicht negativ beeinflusst. In Nikko ging es dann zum Toshogu Schrein - einem der berühmtesten in Japan. Dort findet man auch eines der bekanntesten Kunstwerke welches die drei Affen - nichts hören, nichts reden, nicht sehen - darstellt. Im Schrein-Gelände waren dann extrem viele Leute, aber da Japaner gerne effizient Schlangen bilden, musste man überall nur kurz anstehen. Der Schrein ansich ist sehr schön und unglaublich detailliert verziert.
Drei Affen
Toshogu
Toshogu
Der heutige Montag war der Tag des Wassers - und damit ein Feiertag. Ich habe diese Chance genützt und bin in die Tokio-Bay gefahren. Genauer gesagt auf die künstliche Insel Odaiba. Zuerst stand die - zugegeben eher teure - Fahrt mit der Monorail auf die Insel am Programm. Diese Monorail heißt zwar so - ist aber eigentlich keine. Das Besondere ist eher, dass sie die erste selbstfahrende Zuglinie in Tokio war. Ungewöhnlich ist außerdem, dass man von der Insel direkten Meerzugang hat - ansonsten unüblich in Tokio, weil er durch Industrie versperrt ist. Irgendwann muss ich da mal abends hin, bevorzugt, wenn die Hitze nicht so unerträglich ist.
Monorail
Odaiba