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Kusatsu Onsen [A Summer in Tokyo V]

Unter der Woche ist diesmal nichts Besonderes passiert, schön langsam wird das Leben in Tokio zum Alltag. Deswegen hab ich mir für das Wochenende überlegt mal dem Alltag zu entfliehen und in die kühleren Berge, genauer gesagt nach Kusatsu, zu fahren. Dies war einer der wenigen Orte, wo es noch eine leistbare Unterkunft (Jugendherberge) gab und nicht ewig weit weg von Tokio war.
Also ging es Samstag früh nach Ueno und von dort direkt mit dem Limited Express Kusatsu nach Naganoharakusatsuguchi. Hier erlebte ich auch zum ersten Mal einen unpünktlichen japanischen Zug, wir kamen mit 15 Minuten Verspätung an. Trotzdem warteten die Anschluss-Busse auf den Zug. Da es keinen Zug bis nach Kusatsu gab fuhren hier stattdessen Busse die letzten 25 Minuten. Und da in einem Zug mehr Leute Platz haben als in einem Bus fuhren gleich vier davon.
Kusatsu Limited Express
So war ich also am frühen Nachmittag in Kusatsu und, da die Jugendherberge noch nicht offen hatte, machte ich mich auf den Weg ins Stadtzentrum names Yubatake. Dort angekommen nahm ich mal ein Fußbad in dem angenehmen heißen Wasser. Nahezu die ganze Stadt lebt vom Tourismus, der durch die heißen Quellen kommt und eine der größten findet man eben mitten im Stadtzentrum. Hier darf man jedoch nicht direkt baden, aber rundherum erwarten einen diverse Onsen.
Yubatake
Yubatake II
Nach einem kleinen Snack spazierte ich nun druch den Ort und man sah zB Leute Eier mithilfe des Wassers aus den heißen Quellen kochen. Weiters fiel mir auf, dass fast nur Japaner unterwegs waren. Eine ganz neue Erfahrung im Vergleich zu Tokio. Außerdem wurden viel mehr Kimono getragen und überhaupt wirkten die Menschen relaxter.
Eier kochen
Am Ende der Tour durch die Stadt stand der Sainokawara Park, eine der großen heißen Quellen. Dort kann man im Park herumgehen und an vielen Stellen seine Füße ins Wasser halten. Außerdem gibt es dort ein Onsen in das ich dann auch Baden gegangen bin. Dort verhält man sich wie folgt:

  1. Zuerst zieht man sich ganz nackt aus (Bereiche für Frauen und Männer sind komplett getrennt) und verstaut seine Kleidung (ein kleines Handtuch nimmt man mit).
  2. Am Rande des Onsen wäscht man sich ausführlich, um sauber ins Bad zu gehen.
  3. Danach geht man langsam ins heiße Wasser und genießt es.
    Nach diesem erholsamen Bad ging es mal in die Jugendherberge um etwas zu entspannen.
    Sainokawara Park
    Am Abend spazierte ich zurück ins Zentrum und aß erst mal gut und mit tollem Blick übers Zentrum zu Abend. Danach spazierte ich, wie gefühlt der ganze Ort, im Zentrum herum und genoss den lauen Sommerabend inkl. Livemusik. Die Anzahl der Kimonos wuchs weiter.
    Yubatake Abend
    Bevor ich die Heimreise antrat, ging ich noch in den örtlichen Zoo - keine gute Erfahrung. Die meisten Tiere wirkten unglücklich und hatten viel zu wenig Platz. Einzig die Affen im Freigehege und diverse Mäuse und Schweine hatten mehr Platz. Krokodile, Schlangen und manche Affen in Käfigen waren viel zu eingepfercht.
    Affe im Käfig
    Affe mit Platz
    Danach noch ein letzter Abstecher ins Zentrum und eine entspannte Bus- und Zugfahrt nach Tokio.