Nach etwas mehr als einem Monat alleine in Japan kam letzten Freitag nun der erste Besuch: meine Eltern inklusive zwei Bekannter. Zwei Tage waren sie in Tokyo, bevor sie den Rest Japans unsicher machen. Das heißt am Wochenende so viel wie möglich von Tokyo sehen. Es begann freitags mit einem Abstecher nach Shibuya und dort zum Shibuya-Crossing. Bei jeder Grün-Phase gehen da mal (laut so mancher Aussage) 3000-5000 Leute über die Straße. Zuerst sah es so aus, als ob dank Jetlag das Abendessen der Abschluss des Tages ist, jedoch nach der Stärkung war der Besuch wieder fit und es ging noch zur Aussichtsplattform am Tokyo Metropolitan Government Building. Danach war aber wirklich Schluss und es ging in Richtung Bett.
Tokyo von oben
Der nächste Tag startete wie üblich sehr heiß. Nichtsdestotrotz war das erste Ziel der Meiji Jingu Tempel. Unter angenehm wenigen Leuten war der Spaziergang zum Tempel und auch im anschließenden Park sehr nett. Nur die wegen Wespen geschlossenen Wege stimmten mich etwas mulmig.
Meiji Jingu
Danach schlenderten wir über die Shopping- und Lifestyle-Straße Omotesando und schön langsam wurden es wieder viel mehr Leute. Von dort ging es mittels Metro einmal quer durch die Stadt zum Ueno Park und dort ins Tokyo National Museum.
Drache
Interessanterweise waren an vielen Stellen im Vergleich zu meinem letzten Besuch andere Exponate ausgestellt. Nach einem kurzen Abstecher nach Akihabara und ins Yodobashi Elektro-Shoppingcenter ließen wir den Abend mit ein paar Nudeln ausklingen. Danach kam wieder der Jetlag zum Vorschein und für die Gäste ging es zurück ins Hotel.
Imperial Palace
Am nächsten war der Treffpunkt das Frühstück im Hotel und nach einer Stärkung ging es zum Imperial Palace. Dank der heißen und schwülen Luft sowie kaum Bäumen war das eine eher feuchte Erfahrung. Auch der Imperial Palace East Garden war schön anzusehen, aber auch sehr heiß. Also beschlossen wir nach Asakusa und zum Senso-Ji Tempel zu fahren.
Asakusa
Dort gab es eine kurze Stärkung in einem Cafe etwas abseits vom Trubel, bevor wir uns in die Menschenmassen stürzten. Trotz der schier unendlichen Menge an Touristen und Japanern empfand ich es nie als unangenehm und wir schlenderten in Ruhe die Geschäfte vorm Tempel entlang. Im Gegensatz zu meinem letzten Besuch im März regnete es diesmal nicht. Zum Abschluss des Wochenendes ging es noch nach Shinjuku zum Abendessen (Irish Pub), etwas Baseball spielen und zu guter Letzt in eine der kleinen Bars im Golden Gai. Das besondere an diesen paar Straßen ist dass in jeder Bar nur so drei bis zehn Leute Platz haben und eine neben der anderen auf zwei Stöcken ist. Eine sehr witzige Erfahrung in Tokyo.
Senso-Ji
Am Ende hieß es Abschied nehmen, für mich ging es montags wieder an die Arbeit, während die Anderen sich in die japanischen Berge aufmachten. Bis zum nächsten Wochenende in Kyoto...