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Kyoto [A Summer in Tokyo VII]

Mit einiger Zeit Verspätung gibt es jetzt den Blogpost vom Wochenende 21.08-23.08. Dank Arbeitsstress und Freizeitstress (beides positiv!) blieb fürs Tippen leider wenig Zeit.

Wenn man von Tokyo nach Kyoto will hat man es nicht leicht. Die Auswahl an möglichen Verbindungen ist schlicht erschlagend. Zum Beispiel fahren morgen zwischen 17:00 und 17:30 sechs Shinkansen die immerhin 515 km lange Strecke ab. Und ich wette, dass nahezu alle fast komplett besetzt sind. Zumindest war es bei mir so als ich freitags in den Zug gestiegen bin. Nach nur 2h15 bin ich dann schon in Kyoto angekommen und es gab, nach dem Treffen mit meinen Eltern im Hotel, noch ein nettes Abendessen in einem Family-Restaurant. Dort gibt es zumeist eine riesige Auswahl an Essen und vor allem haben sie Parkplätze und somit können Familien dort mit dem Auto hinfahren.

Am nächsten Tag nahmen wir dann vormittags einen Lokalzug nach Uji um die dortigen Tempel, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören, zu besichtigen. Der imposanteste Tempel war der Byōdō-in mit seiner Phönix-Halle. Sehr imposant und auf jeden Fall einen Abstecher aus Kyoto wert.

Am Rückweg ging es dann zum Fushimi Inari-taisha Schrein kurz vor Kyoto. Nicht wissend was uns erwartet sahen wir zuerst einen wunderschönen, aber nicht besonders spektakulären, Schrein. Sein Geheimnis war aber hinter dem Schrein versteckt: ein ganzer Berg voller Wege, die nahezu ausnahmslos von Torii umrahmt sind. Diese roten Bögen begleiteten uns dann bis zum Gipfel. Dieser war zwar nicht besonders hoch, jedoch war es durch die schwüle Hitze sehr anstrengend.




Abends ging es dann noch in der Nähe des Hotels, am Kyoto Tower vorbei, in ein typisches japanisches Restaurant (am Boden sitzen!) essen.

Sonntag, bereits mein letzter Tag in Kyoto, machten wir uns auf den Weg zur anderen Seite von Kyoto zu einem Bambushain. Der knapp zehn minütige Spaziergang durch den Wald war sehr angenehm, weil man für ein paar Minuten der Sonne entkam. Danach ging es zum naheliegenden Iwatayama Monkey Park. Dieser kleine Hügel (15 Minuten Aufstieg) beherbergt eine Affenkolonie, die von der Kyoto University gefüttert werden. Die meisten Affen waren am Gipfel anzutreffen und aus einem Haus heraus durften sie auch gefüttert werden. Ansonsten aber liefen sie frei zwischen den Menschen herum - scheinbar haben die Affen die Regel, dass man drei Meter Abstand halten soll, selber nicht so gut gelesen.



Nach einem kurzen Abstecher zum Kiyomizu-dera, der gerade leider teilweise verhüllt war, ging es für mich auch schon wieder zum Shinkansen und mit bis zu 300 km/h zurück nach Tokyo.